Sa 21.11. / 21h
The Heavy The dirtiest band in the world
Im Anschluss: prêt à écouter Eröffnungsparty mit Steady Work By Dear Friends & Guests:"Disco for spaced out minds!"
Mal wieder Lust auf was Neues von der Insel? Gut, denn hier sind The Heavy aus dem südenglischen Bath. Ihre Musik nimmt einen mit zurück in den Garagenrock der 60er Jahre verbunden mit ziemlich catchigem HipHop Soul. Solch eine Mischung liegt doch nahe, wenn man (wie der Sänger der Band Kelvin Swaby) seine familiären Wurzeln in der Karibik hat und in England aufgewachsen ist. Das aktuelle Album „The House That Dirt Built“ zeigt zumindest das beste beider Welten: Härte und Soul ... und auch das, was man bei den ganzen hippen Indie und Alternative Bands so oft vermisst: dreckige Gitarrenriffs, groovende Bässe und kräftigekräftigen Gesang. Das „riecht“ nach Schweiß, ist rau und schmutzig. In England kennt man The Heavy auch als „the dirtiest band in the world“, ein Ruf, der auch Jim Abbis (Arctic Monkeys, Kasabian) nicht unbeeindruckt lies, so dass er sich für das aktuelle Album gerne hinter die Regler setzte. Irgendwo zwischen den Hives und den Sonics singen The Heavy von ihren Voodoo-Zaubern oder Friedhöfen und zeigen, dass sie mächtig Spaß daran haben anderen Angst einzujagen.
Einlass 20h / Eintritt AK 13 €, VVK 10 € + VVK-Gebühr / Nur Party: AK 5 €
So 22.11. / 21h
Early Day Miners + Scout Niblet Doppelkonzert
Die Early Day Miners aus Bloomington gehören zu den Underground-Tipps des Indierock – bei Kennern stehen Sie auf dem Notizzettel, einer größeren Öffentlichkeit sind sie aber bisher unbekannt. Auch weil die Band sehr publikumsscheu ist. Schade eigentlich, denn die Early Day Miners machen schon fast zehn Jahre lang wunderschöne warme, melancholische Gitarrenmusik; irgendwo zwischen Folk und Rock. Ihr neues Album „The Treatment“ bestätigt noch mal, dass es eigentlich keinen geben kann, dem diese Musik nicht gefällt. Nicht nur für Freunde von Yo La Tengo, Arap Strap, The Drift oder Low gilt deswegen: Unbedingt vorbeischauen. So oft gibt es diese Möglichkeit nicht!
Scout Niblett ist etwas Besonderes. Ihre Stimme und die spärliche instrumentale Begleitung befremden den Zuhörer zumeist erst einmal, berühren diesen dann immer mehr und immer intensiver. Die britische Vollblutmusikerin wird oft mit Cat Power oder PJ Harvey verglichen, was einerseits passt und sie auch ehrt aber andererseits ihrem ganz eigenen Stil nicht ganz gerecht wird. Auf ihrem aktuellen Album „This Fool Can Die Now“ arbeitete sie wieder mit Nirvana und Pixies Produzent Steve Albini zusammen und lieferte zusätzlich vier Duette mit der bekannten Indie-Ikone Will Oldham, eher bekannt als Bonnie ‚Prince’ Billy ab.
Einlass 20h / Eintritt AK 16 €, VVK 13 € + VVK-Gebühr
Early Day Miners
Scout Niblet
Mo 23.11. / 21h
BLK JKS After Robots
„Das wichtigste südafrikanische Album der letzten 20 Jahre. Afrikas Antwort auf 'Dark Side Of The Moon. Undein Beispiel eines neuen kulturellen Impulses des Post-Apartheid-Staats.“ Laut.de
BLK JKS (Black Jacks) sind jung, farbig, perfekt gestylt und schaffen es, Musiktraditionen ganzer Generationen in ein Rockspektakel zu integrieren, das jeder Beschreibung spottet. BLK JKS sind das Statement eines neuen südafrikanischen Selbstbewusstseins. Dabei waren die Anfänge der Band alles andere als leicht: „Rock wurde immer als rein weiße Angelegenheit betrachtet, als die Musik des Feindes“, erklärt Linda. „Als wir begannen, begegnete man uns oft mit offener Feindseligkeit. Als die Leute aber merkten, dass wir musikalisch mehr Bezug zu Südafrika haben als alles, was an Popmusik im Radio läuft, begannen sie uns zu akzeptieren.akzeptieren.“ Und wirklich besitzt die Verbindung von Rocksounds (die stellenweise nach The Mars Volta klingen) mit dem Zulu Blues des Mbaqanga, (der den Kern ihres Songwritings bildet) einen übergreifenden Drive, der jenseits aller Grenzen Wirkung zeigt. Dazu mischt sich Dub, Jazz, Roots Reggae und traditionelle südafrikanische Trommeln. M.I.A. und die Secret Machines zählen zu ausgesprochenen Fans von BLK JKS. Und Diplo, der Sänger der Secret Machines, holte als Fan mal kurzerhand die Band nach New York, um mit Ihnen im Electric Ladyland Studio das großartige aktuelle Album „After Robots“ aufzunehmen.
Einlass 20h / Eintritt AK 16 €, VVK 13 € + VVK-Gebühr
Mi 25.11. / 21h
The Phenomenal Handclap Band That’s Brooklyn Baby!
The Phenomenal Handclap Band ist die Band der Stunde. Und das sagen wir nicht nur, weil das alle wichtigen Blogs in die Welt hinausschreien, seit die ersten Tracks digital kursieren. The Phenomenal Handclap Band ist ein ausgelassenes Musikkollektiv aus Brooklyn. Im Zentrum: Daniel Collás und Sean Marquand, zwei New Yorker Underground-Plattendreher, die die Songs schreiben, diverse Synthesizer und Keyboards bedienen und ihre musikalischen Ideen mit einer Reihe von lokalen Musikern realisieren. Gemeinsam kreieren sie einen Sound, der die Antwort auf MGMT und Empire Of The Sun gibt – eine Musik, die die konsequente Weiterführung des Disco- und Rock-Revivals bedeutet. Der bunte Hippie-Look der Phenomenal Handclap Band passt famos zu ihrem herrlich freakigen 1970er-Jahre-Sound: Ein unglaublicher Mix aus Latin Rock von Santana, Blues Rock der Allman Brothers, Disco- Pop vom Electric Light Orchestra sowie funky Soul von Sly & The Family Stone oder Curtis Mayfield. Und auch New-Wave-Pop á la Blondie oder Tom Tom Club schlägt durch. Bei den Aufnahmen zum lässigen Debütalbum haben zudem Mitglieder der Soul-Combo Dap-Kings oder von TV On The Radio mitgewirkt und Vokalisten wie Punk-Blues-Mann Jon Spencer oder die Rapperin Lady Tigra. That’s Brooklyn Baby!
Einlass 20h / Eintritt AK 10 €, VVK 8 € + VVK-Gebühr
Fr 27.11. / 21h
Miss Platnum Balkan Beats Reloaded
Im Anschluss Zoo-Party im klub_k
Miss Platnum, die einst auszog, ihre R’n’B und Soulfähigkeiten mit ihrer rumänischen Herkunft zu verknüpfen, hat mit dem 2007 erschienenen Album „Chefa“ nicht nur ein beachtliches und viel beachtetes Debüt vorgelegt, sondern danach auch ein paar Tausend Menschen von ihren Fähigkeiten als Live-Musikerin mit ihrer eigenen 9-köpfigen Band überzeugt. Für ihr aktuelles Album „Chefa“ reiste sie nach Rumänien, sozusagen um den originalen Flavour in sich aufnehmen zu können und für mehrere Wochen nach Belgrad, um dort mit einem der bekanntesten Gipsy-Blasorchester zusammen zu arbeiten. Boban und Marko Markovic sind Koryphäen und echte Legenden dieser Musikrichtung und laut Miss Platnum so gut wie ein bisschen verrückt. Das alles einfangen zu können, das alles wiedergeben zu können, darauf ist Ruth als die schöne Miss Platnum stolz. Sich in seiner Kunst ausdrücken zu können, das ist ein Gefühl, wie zuhause zu sein. Und zuhause, das ist sie. Egal ob hier, oder dort, denn der Balkan beginnt im Herzen. In jedem von uns. Musik für die gewissen Augenblicke. Party und Krawall. Heulen und Schreien. Tanzen, Lachen, Liebe, Sex und Traurigkeit. Das ganze Leben eben.
Einlass 20h / Eintritt AK 21 €, VVK 17 Euro + VVK-Gebühr
So 29.11. / 21h
Chris Garneau & Band New Yorker Art-Singer-Songwriter
„Chris Garneau hat Talent, sehr großes sogar. Umrahmt von Cello und Piano könnte einem diese Stimme nahezu alles verkaufen: vom Trennungsschmerz bis hin zum Staubsauger.“ Spex
Chris Garneau „sieht aus wie Robert Pattinson und singt wie Sufjan Stevens", schreibt das amerikanische Hipster-Magazin Nylon. Nicht die schlechtesten Voraussetzungen für eine steile Karriere. Aber Garneau steht in direkter Tradition ambitionierter, stimmgewaltiger Künstler, die trotz intimster Texte und fesselnder Intonation zu kantig für den Mainstream sind. Ähnlich wie Patrick Wolf, Regina Spektor, Matt Hales (Aqualung) oder Sufjan Stevens bezieht auch Garneau Position zum Indie-Kontext und distanziert sich durch Pose und ein gesundes Maß an Selbstironie von Pop-Klischees. Seine Geschichten handeln von Mord und Totschlag, Lügen, Vergessen, Verdrängung und Wahrhaftigkeit. Das neue Album „El Radio“ wird so zu einem Manifest wider die Leichtigkeit und für das Hadern mit dem Leben – bittersüß und wunderschön. Das alles macht Mr. Garneau mit so viel Stil, Eleganz, Leichtigkeit und Eindringlichkeit, dass es ganz offensichtlich ist: Nach Rufus Wainright und Antony and The Johnsons ist Chris Garneau der kommende Stern der New Yorker Art-Singer-Songwriter-Szene.
Einlass 20h / Eintritt AK 15 €, VVK 12 € + VVK-Gebühr
Mo 30.11. / 21h
Vuk Zwischen Helsinki und New York
“Pleasure is rebellion, my free will is a fist.” Vuk
Sensibler Gesang mit Voodoo Rhytmen, getränkt in dramatischer Melancholie? All das findet man in der experimentiellen Pop-Musik der finnisch-amerikanischen Künstlerin Emily Cheeger aka Vuk. In ihrer Jugend mit verschiedenen Musikformen wie Klassik, Oper, indianischer Musik oder bulgarischen Chören gefüttert, wollte Emily Cheeger zunächst Opernsängerin werden. Die klassische Musikwelt wurde ihr aber schnell zu eng und so kam es, dass sie begann eigene Songs zu schreiben, die sie mit Orgeln, Samplern und Altmetall vertonte. Lange Zeit pendelte sie unentschlossen zwischen Helsinki und New York hin und her 2002 begann sie dann unter dem Künstlernamen Vuk vor allem in den USA aufzutreten und veröffentlichte ein Jahr später ihr Debüt-Album „Exile“. 2004 bis 2005 war sie Mitglied der Dirty Projectors. Dieses Jahr folgt nun ihr zweites Album „The Plains“.„’The Plains’ ist nicht nur eine musikalische, sondern auch eine emotionale Achterbahnfahrt. Man wird umschmeichelt, angeschrieen, belächelt, zerkratzt, verführt, vergrault und wieder hervorgelockt. Jeder Song hält eine neue musikalische Überraschung bereit.“ (www.audiooase.de)
Einlass 20h / Eintritt AK 10 €, VVK 8 € + VVK-Gebühr
